Wolle kann kratzen, weil steifere Fasern an der Oberfläche auf die Haut drücken. Feinere Wollsorten und andere weiche Fasern können sich angenehmer anfühlen, doch die Empfindlichkeit ist von Mensch zu Mensch verschieden. Testen Sie daher immer selbst, wie sich ein Strickstück auf Ihrer Haut anfühlt.

Warum kratzt Wolle eigentlich?
Eine Wollfaser ist ein Haar, und Haare unterscheiden sich in der Dicke. Dicke Fasern sind steifer und bleiben aufrecht stehen, wenn sie aus dem Stoff ragen. Auf Ihrer Haut fühlt sich das wie leichte Stiche an, vor allem am Hals, an den Handgelenken und an den Unterarmen. Feinere Fasern sind in der Regel biegsamer und fühlen sich daher oft weicher an. Das erklärt, warum zwei Pullover, die beide aus Wolle sind, sich so unterschiedlich anfühlen können.
Auch die Art, wie ein Garn gesponnen und gestrickt wurde, spielt eine Rolle. Ein fester, grob gestrickter Pullover lässt mehr Faserspitzen los als ein feiner Jersey-Strick. Trockene Haut kann empfindlicher auf Reibung reagieren.
Fünf Dinge, auf die Sie achten sollten
- Faser: Wählen Sie Merino oder eine Mischung mit Kaschmir. Lesen Sie mehr über Merinowolle und über Kaschmir.
- Strickart: Ein feiner Jersey-Strick fühlt sich weicher an als ein grober Zopf- oder Rippenstrick.
- Mischung: Kaschmir, Viskose und Lyocell können den Griff eines Strickstücks verändern.
- Stelle am Körper: Haben Sie einen empfindlichen Nacken? Dann wählen Sie ein offenes Polo oder einen V-Ausschnitt statt eines Rollkragens.
- Lage darunter: Ein Baumwoll-T-Shirt oder ein dünnes Unterhemd nimmt fast jede Reibung weg.
Merino, Kaschmir und Lyocell im Vergleich
| Faser | Gefühl auf der Haut | Passt zu |
|---|---|---|
| Merinowolle | Fein und elastisch, bleibt von Natur aus länger frisch | Polos und Pullover für den ganzen Tag |
| Wolle mit Kaschmir | Besonders weich und glatter | Offene Polos und Strickjacken |
| Lyocell | Kühl und glatt | Feinstrick-Polos und Strickjacken |
| Viskose und Polyamid | Weich, mit geschmeidigem Fall | Gestrickte Polos und Oberteile |
Unsere Favoriten für empfindliche Haut
Für Herren ist Trenton eine logische Wahl: ein offenes Polo aus 100 % Merinowolle in Schwarz. Der offene Kragen ohne Knöpfe liegt flach an und scheuert nicht im Nacken. Wer etwas Leichteres sucht, kann Theodore wählen, ein offenes Feinstrick-Polo aus 100 % Lyocell in Hellblau.
Für Damen ist Augusta ein offen gestricktes Polo aus 90,2 % Wolle 9,8 % Kaschmir, in Creme. Die Kombination aus Wolle und Kaschmir fühlt sich für viele Menschen weicher an als gröbere Wolle. Sind Sie empfindlicher, ist Josephine ein gestricktes Polo mit V-Ausschnitt in Creme, hergestellt aus 79,9 % Viskose, 20,1 % Polyamid. Zum Tragen über einer Bluse oder einem T-Shirt passt Maximilian, eine Strickjacke aus Wolle mit geschäftlichem Schnitt für Herren in Beige, aus 100 % Wolle.
Der Hauttest im Geschäft oder zu Hause
Tragen Sie einen Pullover zum ersten Mal? Dann machen Sie den Test, bevor Sie die Etiketten entfernen.
- Streichen Sie mit der Innenseite Ihres Handgelenks oder Unterarms über den Stoff. Die Haut dort ist dünner als auf der Handfläche.
- Halten Sie den Pullover kurz an Hals oder Unterarm und achten Sie darauf, wie Ihre Haut reagiert.
- Probieren Sie den Pullover an einem warmen Tag an, nicht in einem kalten Geschäft. Wie empfindlich sich Wolle anfühlt, kann sich mit Temperatur und Hautzustand ändern.
- Tragen Sie ihn eine Stunde zu Hause über einem dünnen Hemd, bevor Sie sich entscheiden.
Was sagt das Etikett über die Weichheit?
Das Etikett in einem Pullover verrät mehr, als Sie denken. Steht dort hundert Prozent Wolle ohne weiteren Hinweis, wissen Sie nicht, wie fein die Faser ist. Merinowolle besteht in der Regel aus feineren Fasern als viele gröbere Wollsorten. Eine Fasermischung kann das Gefühl des Stoffes verändern, doch die endgültige Weichheit hängt auch von Garn und Strickstruktur ab. Eine Mischung ist nicht per se schlechter. Sie verbindet die Wärme der Wolle mit der Weichheit einer anderen Faser.
Achten Sie auch auf die Strickstruktur. Ein dichter, feiner Jersey-Strick liegt wie eine zweite Haut, während eine offene, grobe Strickart mehr Luft und mehr Faserspitzen hat. Haben Sie empfindliche Haut, testen Sie vor allem das konkrete Kleidungsstück.
So tragen Sie Wolle in Lagen
Der Herbst ist die Saison der Lagen. Kombinieren Sie ein Feinstrick-Polo mit einem Hemd darunter oder einer Strickjacke darüber, und Sie haben immer einen Stoff zwischen Ihrer Haut und der Wolle. Das gibt Wärme ohne Reibung. Eine Strickjacke aus Wolle tragen Sie zudem offen über einem Baumwollhemd, sodass nur die Außenseite des Ärmels die Wolle berührt und Ihre Handgelenke frei bleiben.
So bleibt Wolle weich
Gute Pflege entscheidet, ob sich ein Pullover nach zwanzig Wäschen noch genauso weich anfühlt. Waschen Sie Strickwaren aus Wolle nur nach dem Pflegeetikett und verwenden Sie ein geeignetes Wollwaschmittel, wenn das empfohlen wird. Hängen Sie ihn nicht auf einen Bügel, denn das Gewicht des nassen Stoffes zieht die Schultern aus der Form. Weitere Tipps lesen Sie in unserer Waschanleitung.
Verwenden Sie den Trockner nur, wenn das Pflegeetikett es erlaubt. Außerdem hilft es, den Pullover nach dem Tragen auszulüften. Wolle bleibt von Natur aus länger frisch, Sie müssen sie also nicht nach jedem Tragen waschen. Kombinieren Sie diese weichen Strickwaren mit einer Hose aus unserer Herrenkollektion oder Strickwaren für Damen.
Wann wählen Sie etwas anderes?
Manchmal reizt Wolle trotz aller Mühe weiterhin. Das ist nicht schlimm. Dann wählen Sie eine weiche Faser wie Lyocell, die sich glatt und kühl anfühlt. Ein Feinstrick-Polo aus Lyocell vermittelt im Herbst denselben gepflegten Auftritt, ohne dass es stört. Lesen Sie mehr über Lyocell und vergleichen Sie die Materialien auf unseren Seiten.
Shop the look

Trenton: offenes Polo aus Merinowolle, Schwarz

Theodore: offenes Polo aus Lyocell, Hellblau

Augusta: offen gestricktes Polo aus Wolle und Kaschmir, Creme

Josephine: gestricktes Polo mit V-Ausschnitt, Creme

Maximilian: Strickjacke aus Wolle, Beige
Häufig gestellte Fragen
Warum kratzt Wolle am Anfang mehr?
Neue Strickwaren enthalten noch lose Faserspitzen. Nach der ersten Wäsche und ein paar Mal Tragen werden sie glatter.
Ist Merinowolle immer weich?
Merinowolle hat feine Fasern und fühlt sich daher weicher an als grobe Wolle, doch es hängt auch vom Garn und der Strickart ab.
Kann ich Wolle ohne Unterlage tragen?
Das geht mit einer weichen Mischung oder einem feinen Jersey-Strick. Haben Sie empfindliche Haut, tragen Sie ein Baumwoll-T-Shirt darunter.
Was, wenn ein Pullover doch nicht gefällt?
Prüfen Sie vor dem Kauf die aktuellen Rückgabebedingungen auf der Retourenseite.