Acetat wird aus Cellulose hergestellt, meist aus Holzzellstoff. Diese Cellulose wird mit Essigsäure behandelt und anschließend zu Fäden gesponnen. Das Ergebnis ist ein Stoff mit weichem Glanz, fließendem Fall und einem leichten, kühlen Gefühl auf der Haut. Deshalb sehen Sie Acetat oft in Blusen mit Satinoptik, in Futterstoffen und festlichen Oberteilen. Es wirkt wie Seide, ist im Alltag aber unkomplizierter. Im Folgenden lesen Sie, wie Acetat hergestellt wird, wie es sich trägt und wie Sie es pflegen.

Rosamund Bluse mit Schluppenkragen und Satinoptik für Damen in Weiß | Issu & Lloyd

Wie wird Acetat hergestellt?

Acetat gehört zur Familie der Cellulosefasern, wie Viskose, Modal und Lyocell. Die Basis ist pflanzlich, das Endprodukt entsteht aber durch ein chemisches Verfahren. Die Cellulose wird mit Essigsäure behandelt und gelöst. Die Lösung wird durch winzige Öffnungen gepresst. Danach verdampft das Lösungsmittel, und feine, glatte Filamente bleiben übrig. Diese glatten Fasern verleihen Acetat seinen charakteristischen Glanz.

Acetat ist damit keine Naturfaser wie Baumwolle oder Seide und auch keine vollständig synthetische Faser wie Polyester. Es liegt dazwischen und wird deshalb auch halbsynthetisch genannt.

Acetat neben anderen glänzenden Stoffen

Eigenschaft Acetat Seide Polyester-Satin
Glanz Weich, tief Weich, lebendig Oft stärker
Fall Fließend Fließend Abhängig vom Gewebe
Gefühl Kühl und glatt Kühl und glatt Glatt, etwas wärmer
Knittern Mittel Mittel bis stark Wenig
Pflege Vorsichtig, niedrige Temperatur Sehr vorsichtig Einfach

In der Optik liegt Acetat zwischen Seide und synthetischem Satin. Wer eine Satinoptik sucht, die wirklich pflegeleicht ist, wählt Polyester. Wer den schönsten Fall möchte, wählt Acetat.

Warum ein wenig Elastan?

Reines Acetat hat wenig Dehnung. Durch einen kleinen Anteil Elastan bewegt sich der Stoff mit Ihren Schultern und Armen. Das sehen Sie bei der Rosamund Bluse in Weiß: 96% Acetat und 4% Elastan. Die Bluse ist leicht und seidenweich, hat einen weichen Fall und eine Regular-Fit-Passform. Den Schluppenkragen können Sie offen tragen oder binden. Deshalb passt die Bluse sowohl ins Büro als auch zu einem Dinner.

Dieselbe Bluse gibt es in Hellblau und Perlcreme. Gerade in diesen hellen Tönen kommt der weiche Glanz von Acetat schön zur Geltung.

Wie trägt sich Acetat in der Praxis?

  • Leicht und luftig. Acetat ist dünn und fühlt sich kühl an, was es im Frühling und Sommer und im Büro angenehm macht.
  • Satte Farben. Die glatte Faser reflektiert Licht, sodass Farben etwas tiefer wirken als bei mattem Baumwollstoff.
  • Fließender Fall. Eine Bluse aus Acetat folgt dem Körper und fällt in weichen Falten, was eine schlichte Hose sofort eleganter wirken lässt.
  • Hitzeempfindlich. Acetat verträgt keine hohen Temperaturen. Das merken Sie beim Bügeln und Trocknen.

So kombinieren Sie eine Acetat-Bluse

Eine glänzende Bluse lässt sich gut mit matten Stoffen kombinieren. Kombinieren Sie sie mit einer Hose mit Bundfalten, wie der Arabelli in Schwarz, oder mit einem knielangen Rock wie dem Rosa in Schwarz. So bleibt der Glanz ein Akzent und kein Statement. Für den Abend können Sie gerade zwei weiche Töne wählen, etwa Perlcreme mit Schwarz.

Weitere Kombinationen finden Sie bei den Blusen für Damen und in der Kollektion Dinner and Dates.

Acetat pflegen: sechs Regeln

  1. Lesen Sie immer das Etikett und befolgen Sie die Hinweise für das jeweilige Kleidungsstück.
  2. Waschen Sie kalt oder von Hand, auf links gedreht und in einem Wäschebeutel, wenn Sie die Maschine nutzen.
  3. Nicht auswringen oder auspressen. Drücken Sie das Wasser vorsichtig mit einem Handtuch heraus.
  4. Nicht in den Trockner. Hängen Sie die Bluse zum Trocknen auf einen breiten Bügel, nicht in die Sonne.
  5. Bügeln Sie auf niedrigster Stufe und von innen, oder nutzen Sie ein Dampfgerät mit Abstand.
  6. Vorsicht bei Nagellackentferner und Parfüm. Aceton löst Acetat auf. Lassen Sie Parfüm und Nagellack gut trocknen, bevor Sie Ihre Bluse anziehen.

Auf unserer Seite mit den Waschhinweisen finden Sie weitere Erklärungen je Material.

Häufige Fehler mit Acetat

Die meisten Schäden an Acetat entstehen nicht durch das Tragen, sondern durch die Pflege. Das geht häufig schief:

  • Zu heiß bügeln. Bei hoher Temperatur kann Acetat glänzend werden oder sogar schmelzen. Nutzen Sie immer die niedrigste Stufe und ein Bügeltuch.
  • Im Trockner. Die Wärme kann den Stoff einlaufen lassen oder den Glanz matt machen.
  • Nass auf einem schmalen Bügel. Nass ist der Stoff schwerer und kann sich an den Schultern dehnen. Ein breiter, runder Bügel verhindert das.
  • Deodorant auf dem Stoff. Lassen Sie Deodorant zuerst trocknen, sonst kann der Stoff unter den Armen Flecken bekommen oder sich verfärben.
  • Sitzen auf rauen Oberflächen. Eine glatte Faser kann an rauen Stühlen oder Taschen mit Metalldetails hängen bleiben.

Acetat im Lauf des Jahres

Acetat ist leicht und kühl, aber nicht nur für den Sommer geeignet. Im Frühling tragen Sie eine Acetat-Bluse offen über einer Hose, im Herbst unter einer feingestrickten Strickjacke oder einem Tweed-Jackett. Gerade in Kombination mit matten, wärmeren Stoffen kommt der Glanz schön zur Geltung.

Woran erkennen Sie Acetat?

Auf dem Etikett steht Acetat manchmal als Acetate. Sie erkennen den Stoff außerdem am weichen, tiefen Glanz und der kühlen, glatten Haptik. Im Vergleich zu Polyester-Satin fühlt sich Acetat oft etwas trockener an und fällt etwas schwerer. Halten Sie eine Bluse aus Acetat an den Schultern hoch, fallen die Vorderteile in weichen, fließenden Falten nach unten.

Für wen ist Acetat geeignet?

Acetat passt gut, wenn Sie einen dezenten Glanz mögen und den Stoff sorgfältig pflegen möchten. Es ist ideal für Büro, Dinner und festliche Nachmittage. Suchen Sie etwas, das Sie ohne Nachdenken in die Maschine geben, ist eine Bluse aus Polyester oder einer Mischung mit Bambus praktischer.

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Häufig gestellte Fragen

Ist Acetat dasselbe wie Satin?

Nein. Acetat ist eine Faser, Satin ist eine Webart. Ein Stoff aus Acetat kann in Satinbindung gewebt sein, aber Satin kann auch aus Seide oder Polyester bestehen.

Kann man Acetat in der Waschmaschine waschen?

Das hängt vom Etikett ab. Wenn es erlaubt ist, waschen Sie kalt im Schonprogramm, auf links gedreht und in einem Wäschebeutel. Im Zweifel ist die Handwäsche am sichersten.

Knittert Acetat schnell?

Acetat knittert mittelmäßig. Knitter verschwinden oft schon, wenn Sie die Bluse in ein dampfiges Badezimmer hängen oder ein Dampfgerät mit Abstand nutzen.